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Bis vor einigen Jahren wurden die bleibenden Backenzähne bei Kindern mit Kunststoff versiegelt. Durch diese Behandlung sind die Fissuren (Vertiefungen in den Kauflächen) jedoch nicht mehr kontrollierbar und die Schmelzreifung wird verhindert.

Mit den neuen Versiegelungsmaterialien EC40 (für Erwachsenen) oder BIO C (für Kinder bis 10 Jahre) können die Zähne geschützt werden, ohne die Möglichkeiten der Kontrolle der Schmelzoberfläche einzuschränken. Zudem muß vor dem Aufbringen des Lackes die Schmelzoberfläche des gesunden Zahnes nicht mit einer Säure angeraut werden, wie dies bei der herkömmlichen Versiegelung mit Kunststofflack notwendig war. Da der Lack für die Mineralstoffe aus dem Speichel und das Fluorid aus der Zahnpasta durchlässig bleibt, wird die Schmelzreifung nicht behindert, wodurch der Zahn eine höhere Kariesresistenz bildet. Der Lack verhindert, daß sich die kariesverursachenden Bakterien (Streptokkokus Mutans) weiterhin auf der Zahnoberfläche festsetzen können.

Der aufgetragene Lack besteht aus Chlorhexidin in verschiedenen Konzentrationen für Kinder und Erwachsene. Vor dem Auftragen des Lackes sollte die Zahnoberfläche von Belägen gereinigt werden. Nach dem Aufbringen des Lackes durch die Prophylaxehelferin oder den Zahnarzt sollte der Lack einige Minuten einwirken und anschließend die Überschüsse entfernt werden. Die Wirksamkeit des Lackes besteht über drei Monate hinweg, danach sollte mit einem Test das Vorhandensein von Streptokokkus Mutans Bakterien überprüft werden und der Lack eventuell erneut aufgebracht werden.